Vier Wochen, 880 Kilometer und kein einziger Meter unter 3.600 m Höhe. Wie fühlt sich eine Radexpedition durch Südamerika an, wenn nicht die Distanz, sondern die Höhe zur größten Herausforderung wird? Dies ist der Bericht von der reinen Frauenetappe der Reisestaffel „Dzienniki Rowerowe“, die von La Paz in Bolivien am Titicacasee entlang bis nach Cusco und Machu Picchu in Peru führte.

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EINE REINE FRAUEN-RADEXPEDITION VON LA PAZ NACH CUSCO

BEITRAG IN ZUSAMMENARBEIT MIT: Paulina Grochal / @dzienniki_rowerowe

EIN REINES FRAUENTEAM AUF DER STAFFEL „DZIENNIKI ROWEROWE“

Bevor wir aufbrechen, ein paar Worte über uns. Wir waren das reine Frauenteam der Staffel „Dzienniki Rowerowe“ (@dzienniki_rowerowe), eines Radreiseprojekts durch Südamerika, das dem Geist des polnischen Reisenden Kazimierz Nowak folgt. Unsere Etappe war etwas Besonderes: Als einzige der gesamten Staffel wurde sie ausschließlich von Frauen gefahren. Wir starteten in La Paz, dem höchstgelegenen Verwaltungssitz einer Regierung weltweit, auf rund 3.640 m Höhe. Genau deshalb reisten wir einige Tage früher an, um uns vor dem Start zu akklimatisieren.

Female cyclist wearing a teal Cumulus Fastier Lady rain jacket against a stormy sky over the Altiplano.
Three female cyclists on loaded bikes riding a gravel road across the Altiplano under a dramatic cloudy sky.

DIE ROUTE: VON LA PAZ ÜBER DEN TITICACASEE NACH CUSCO

Während unseres Aufenthalts sorgte die angespannte politische Lage in Bolivien für zahlreiche Proteste und Straßensperren. Deshalb folgten wir der Hauptstraße bis zur peruanischen Grenze bei Desaguadero. Unterwegs passierten wir Dutzende Blockaden. Die meisten konnten wir zum Glück mit dem Fahrrad überwinden, doch gelegentlich mussten wir Räder und Gepäck auf dem Rücken tragen.

Nach dem Grenzübertritt erwartete uns einer der schönsten Abschnitte der gesamten Route: die Strecke entlang des Titicacasees, des höchstgelegenen schiffbaren Sees der Welt. Hier liegen zahlreiche außergewöhnliche Orte, darunter die präinkaischen Chullpa-Grabtürme, die schwimmenden Uros-Inseln, die von indigenen Gemeinschaften aus Totora-Schilf gebaut und erhalten werden, sowie das geheimnisvolle Felsentor Amaru Muru, auch Gate of the Gods genannt. Nachdem wir den See hinter uns gelassen hatten, öffnete sich erneut das Altiplano vor uns, mit atemberaubenden Blicken auf die Anden und unzähligen Alpaka- und Lamaherden.

Der höchste Punkt unserer Radroute war der Abra-La-Raya-Pass auf 4.335 m Höhe. Obwohl wir in der Trockenzeit unterwegs waren und Niederschläge statistisch wenig wahrscheinlich waren, mussten wir unsere Pläne wegen Gewittern mehrmals ändern. Je näher wir Cusco kamen, desto dichter wurde der Verkehr und desto besser die touristische Infrastruktur. In Cusco endete unsere Staffel-Etappe. Wir nutzten die Gelegenheit jedoch, um länger zu bleiben, die Umgebung mit dem Rad zu erkunden und Sehenswürdigkeiten zu besuchen, darunter Machu Picchu, eines der neuen sieben Weltwunder.

DIE EXPEDITION IN ZAHLEN

•      Route: La Paz (Bolivien) – Cusco (Peru)

•      Distanz: ca. 880 km

•      Höchster Punkt: Abra-La-Raya-Pass, 4.335 m Höhe

•      Dauer: 4 Wochen, einschließlich Akklimatisierung

•      Team: ausschließlich Frauen

Top-down view of five loaded touring bikes and five female cyclists lying on the road during a women's bikepacking trip across the Andes.

LOGISTIK: AKKLIMATISIERUNG IST WICHTIGER ALS KONDITION

Die gesamte Reise dauerte vier Wochen, und ein großer Teil dieser Zeit floss in Akklimatisierung und Logistik statt ins eigentliche Fahren. Bevor wir auf die Räder stiegen, verbrachten wir mehrere Tage in La Paz und der Umgebung, damit sich unsere Körper an Höhen über 3.600 m gewöhnen konnten. Das war kein Luxus, sondern notwendig. Sobald man die Region um den Titicacasee erreicht, gibt es keine schnelle Möglichkeit mehr, in tiefere Lagen auszuweichen, und die Route bleibt lange oberhalb von 3.800 m.

Das Staffelformat stellte die grundlegende Rad- und Campingausrüstung bereit. Mountainbikes, Packtaschen und Zelte warteten am Startpunkt fahrbereit auf uns. Am Ende unserer Etappe in Cusco übergaben wir sie an das nächste Team. Unterkünfte und Verpflegung waren entlang der Route selten ein Problem. Selbst sehr kleine Dörfer verfügen meist über eine einfache Pension und ein lokales Restaurant. Trotzdem sollte man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Woman in a blue Cumulus Incredilite down jacket looking at a glacial lake and snow-capped Andean peaks.
Helmeted cyclist posing by the Abra La Raya pass road sign at 4338 m above sea level in the Andes.

GEAR FOR A CYCLING EXPEDITION IN THE ANDES

RÄDER UND GEPÄCK

Wir bewältigten die Strecke auf Kross Level 6 Mountainbikes. Sie kamen auf dem Altiplano hervorragend zurecht, wo sich Asphalt und Schotterpassagen bei den Abfahrten in die Ortschaften abwechseln. Unser Gepäck transportierten wir in Packtaschen, darunter auch eine grundlegende Biwakausrüstung mit Zelten, Isomatten und zwei Gaskochern. Jede von uns hatte außerdem ein Reparaturset für verschiedene Szenarien dabei, das wir zum Glück nur wenige Male einsetzen mussten.

DAUNENBEKLEIDUNG UND SCHLAFSÄCKE

Ultraleichte Cumulus® Bekleidung und Daunenschlafsäcke erwiesen sich in puncto geringes Gewicht, Wärmeleistung und Packmaß als echter Gamechanger. Auf einer Expedition, bei der jedes Gramm in den Packtaschen zählt und die Temperaturen nachts weit unter den Gefrierpunkt fallen können, machte die Daunenisolierung den entscheidenden Unterschied für Komfort und Sicherheit:

  • FASTIER LADY Regenjacke: Diese wasser- und winddichte Hardshell begleitete uns fast jeden Tag. Sie ist außergewöhnlich leicht und atmungsaktiv und schützte gleichzeitig zuverlässig vor plötzlichen Regenschauern und den starken, kalten Winden des Altiplano.

  • INCREDILITE ENDURANCE LADY Daunenjacke: unsere wichtigste Wärmeschicht bei jeder Pause und an jedem Abend. Bei minimalem Gewicht bietet sie eine hervorragende Isolation und hielt uns warm, wenn die Temperatur nach Sonnenuntergang rasch sank.

  • X-LITE Daunenschlafsack: unverzichtbar für frostige Nächte auf 3.800–4.300 m Höhe, in denen die Temperatur regelmäßig unter null fällt. Je nach individuellem Kälteempfinden wählten wir jeweils ein Modell, das über den Konfigurator an unsere persönlichen Bedürfnisse angepasst wurde.

SONNENSCHUTZ

In dieser Höhe ist neben der Kälte auch die Sonne ein entscheidender Faktor, denn die UV-Strahlung ist besonders intensiv. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Kappe und eine zuverlässige Sonnenbrille gehören unbedingt zur Ausrüstung. Einer meiner persönlichen Favoriten war außerdem ein leichtes, luftiges Oberteil mit UV-Schutz.

Cyclist in a teal Cumulus rain jacket riding a loaded bike through an Andean village under a cloudy sky.
Cyclist in a teal Cumulus jacket with the logo on the shoulder looking over Lake Titicaca and distant snow-capped peaks.

WAS KOSTET EINE SOLCHE EXPEDITION?

Bolivien war deutlich günstiger als Peru. Ein lokales Menü kostete etwa 1,90 à 2,30 €, eine Übernachtung in einer Hospedaje meist 4,65–9,30 €. Der Flug war der größte Kostenpunkt der gesamten Reise, nicht das tägliche Leben vor Ort. Das ist eine gute Nachricht für alle, die eine eigene Bikepacking-Tour durch die Anden planen: Ist man erst einmal auf dem Kontinent, kann das Tagesbudget überraschend niedrig ausfallen.

PRAKTISCHE TIPPS ZUM SCHLUSS

Wer eine ähnliche Route plant, sollte sich vor allem eines merken: Die Höhe, nicht die Kilometer, wird zur größten Herausforderung.

•      Nimm dir ausreichend Zeit für die Akklimatisierung und scheue dich nicht, langsamer zu werden. Ein paar scheinbar „verlorene“ Tage zu Beginn können die gesamte Expedition retten.

•      Bereite dich auf schnelle Wetterwechsel vor. Selbst in der Trockenzeit können Gewitter die Planung durchkreuzen.

•      Achte auf die Hunde in den Dörfern, die Radfahrenden gerne entgegenlaufen. Meist sind sie ungefährlich, dennoch ist es besser, Abstand zu halten und engen Kontakt zu vermeiden.

•      Setze auf ultraleichte, klein verpackbare Ausrüstung. In großer Höhe zählt jedes Gramm, und ein zuverlässiger Daunenschlafsack ist unbezahlbar.

Das Sortiment von Cumulus® umfasst Daunenprodukte mit unterschiedlichen Konstruktionen, Füllmengen und Einsatzbereichen. So lässt sich das Schlafsystem leichter an die jeweilige Aktivität, Jahreszeit und die persönlichen Vorlieben anpassen.

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FAQ: RADEXPEDITION DURCH DIE ANDEN

Muss man sich an die Höhe akklimatisieren?

Ja. Auf der Route von La Paz nach Cusco befindet man sich die meiste Zeit oberhalb von 3.600 m, der höchste Punkt liegt auf 4.335 m. Mehrere Tage Akklimatisierung zu Beginn sind kein Luxus, sondern eine Voraussetzung, um die Etappe sicher zu bewältigen.

Welcher Schlafsack eignet sich für Nächte in großer Höhe?

Auf 3.800–4.300 m Höhe fallen die Temperaturen regelmäßig unter den Gefrierpunkt. Geeignet ist ein ultraleichter, klein verpackbarer Daunenschlafsack mit einer Komforttemperatur zwischen -2 und -10°C, abgestimmt auf das persönliche Kälteempfinden. In den Packtaschen zählt jedes Gramm.

Was kostet eine solche Expedition?

Die laufenden Kosten vor Ort sind niedrig: Ein lokales Menü kostet etwa 1,90 à 2,30 €, eine Übernachtung 4,65–9,30 €. Der größte Kostenpunkt ist der Flug, nicht der Alltag in Bolivien und Peru.

Wann ist die beste Reisezeit?

In der Trockenzeit ist die Wahrscheinlichkeit für Niederschläge geringer. Trotzdem muss man mit Gewittern und großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht rechnen.

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